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Die HeufeldpraxisDer Betriebsarzt
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Der Bluthochdruck ist in den westlichen Industrienationen sicher eine der am weitestverbreiteten Krankheiten überhaupt. Dabei handelt es sich nicht nur um eine Erkrankung des Alters. Schätzungsweise 8% der 25- bis 34-Jährigen leiden unter einer Form von Hypertonie und ihren Auswirkungen. In der Gruppe der 60 bis 74-Jährigen sind über 60% davon betroffen. Ein besonderes Problem: Etwa die Hälfte der Betroffenen weiß nichts davon. Dabei birgt jedoch ein chronisch erhöhter Blutdruck deutliche Risiken für Herz und Kreislauf und betrifft im Laufe der Zeit auch andere Organsysteme.

Definition des Blut(hoch)druck

Der Blutdruck (Hypertonus) wird mit zwei Werten definiert, z. B. 125/80 mmHg. Den ersten, höheren Wert nennt man den systolischen Druck; dieser wird gemessen, wenn sich der Herzmuskel kontrahiert und das Blut in das Gefäßsystem auswirft. Den zweiten Wert bezeichnet man als diastolischen Druck; dieser wird gemessen, wenn der Herzmuskel sich entspannt und die Herzkammern mit Blut gefüllt werden.

Klassifikation des Blut(hoch)druck entsprechend der World Health Organisation(WHO):
Kategoriesystolischdiastolisch
Optimal<120<80
Normal<130<85
Hochnormal130-13985-89
Hypertonie Grad I,leicht140-15990-99
Hypertonie Grad II, mäßig160-179100-109
Hypertonie Grad III, schwer>180>110

Diagnose des Bluthochdruck

Der Bluthochdruck wird durch mehrmaliges Messen des Blutdrucks diagnostiziert. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass der Blutdruck im Tages-Nacht-Verlauf kräftig schwankt. Starke Emotionen, Stress oder psych. Belastung können den Blutdruck erhöhen oder absenken. Deshalb benötigt man mehrere Kontrollmessungen, um die Diagnose Hypertonie zu sichern. Bei vielen Patienten steigt der Blutdruck nicht selten allein durch die Aufregung in einer Praxis oder einem Krankenhaus an (Weißkittelphänomen). Deshalb sollten die Kontrollmessungen auch zu Hause oder in der Arbeit durchgeführt werden.

Zur Diagnose eines Bluthochdrucks eignet sich die 24-Stunden-Blutdruckmessung am Besten.

Der Blutdruck macht in der Regel über viele Jahre keine Symptome. Erst wenn die Blutdruckwerte sehr hoch werden, zeigen sich Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit oder Bewusstlosigkeit. Deshalb ist wichtig, den Blutdruck jährlich bei seinem Hausarzt kontrollieren zu lassen.

Bei Menschen mit zusätzlichen Erkrankungen, welche das Herz-Kreislauf-System belasten, können Blutdrucksenkungen im hochnormalen Bereich bereits sinnvoll sein.

Ursachen des Bluthochdruck

Über 90% aller Hypertonien finden sich in der Gruppe der primären oder essenziellen Hypertonie, bei der eine tatsächliche Ursache nicht nachweisbar ist. Primär bedeutet in diesem Fall, dass die Erkrankung aus sich selbst entsteht. Die Diagnose der essenziellen Hypertonie wird durch Ausschluss der sekundären Hypertonie gestellt werden. Bei der primären Hypertonie baut sich der hohe Druck infolge einer mangelnden Elastizität und Engstellung der arteriellen Gefäße auf. Erbliche Belastung, Adipositas, Bewegungsarmut, seelische Belastungen, stressintensive Lebensform und Rauchen fördern die Entstehung von Bluthochdruck.

Die sekundäre, seltene Hypertonie wird durch Organerkrankung, z.B. Nieren-, Stoffwechsel- oder Schilddrüsenleiden, in der Schwangerschaft oder auch als Medikamentennebenwirkung verursacht.

Folgen des Bluthochdrucks

  • Koronare Herzerkrankung: (KHK), Angina Pectoris
  • Links-Herz-Überlastung
  • Herzschwäche (Herzinsuffizienz)
  • Herzinfarkt
  • Schlaganfall
  • Hirnblutung
  • Durchblutungsstörungen der Beine (pAVK)
  • Durchblutungsstörungen im Gehirn (hypertensive Enzephalopathie)
  • Hochdruck in der Schwangerschaft (Präeklampsie/Eklampsie)
  • Chronische Nierenschäden
  • Erblindung

Therapie des Bluthochdruck

Die Therapie ist abhängig von der Ausprägung der Erhöhung der Blutdruckwerte. An erster Stelle steht immer die Lifestyleänderung mit der Umsetzung der Gewichtsreduktion, Verzicht auf Alkohol, Zigaretten und Kaffee sowie ein moderates Bewegungstraining. Sollten diese Maßnahmen nicht greifen, muss frühzeitig mit eine medikamentösen Therapie begonnen werden.

Wie tief soll der Blutdruck gesenkt werden?

Viele Untersuchungen, auch bei Patienten mit Diabetes, haben gezeigt: je tiefer die erreichten Werte sind, umso besser ist es für das Herz- und Gefäßsystem. Als Richtlinie haben verschiedene medizinische Fachgesellschaften einen Wert um oder unter 130/80 mm/Hg genannt, der als "Zielwert" angestrebt werden sollte.

Der Zielwert der Blutdruckbehandlung muss jedoch bei jedem einzelnen Patienten individuell festgelegt werden. Bestehen schon Begleiterkrankungen, wie z.B. Durchblutungsstörungen der Beine und des Gehirns, können solch niedrige Blutdruckwerte in der Regel nicht erreicht werden - hier muss man Kompromisse eingehen.

Die Senkung der Blutdruckwerte soll langsam erfolgen, damit sich der Körper auf die Umstellung einstellen kann. Damit lassen sich häufige Nebenwirkungen wie Schwindel, Kreislauffehlregulation oder Müdigkeit vermeiden. Sollten Nebenerscheinungen auftreten, sprechen sie bitte sofort mit Ihrem Arzt anstatt die Medikamente einfach wegzulassen.

Prophylaxe(Vorbeugung) der Entstehung des Bluthochdruck

Eine geregelte Lebensweise, Normalgewicht, gesunde abwechslungsreiche Ernährung, Nichtrauchen, keine übermäßigen Stressoren, regelmäßiger, ausreichender Schlaf und Sport beugen der Entstehung des Bluthochdruck vor. Ausdauersportarten sind geeigneter als Sportarten mit kurzen Spitzenbelastungen und zwei bis dreimal wöchentlich 20 – 30 Minuten sind völlig ausreichend.