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Die HeufeldpraxisDer Betriebsarzt
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Borrelia Burgdorferi ist der Erreger der Borreliose. Es handelt sich hierbei um ein spiralförmiges Bakterium.
Die Borreliose ist die am häufigsten durch Zecken übertragbare Erkrankung in Deutschland.
Eine Borreliose kann viele Symptome haben. Deshalb wird sie auch oft als das Chamäleon in der Medizin bezeichnet. Viele davon werden auch bei anderen Erkrankungen beobachtet. Das macht es schwierig, eine Borreliose zu diagnostizieren.
 

Symptome der Borreliose

Stadium I

Die Borreliose zeigt sich häufig durch unspezifische und vielfältige Symptome. Dies erschwert die Diagnostik der Borreliose und die Erkrankung wird häufig erst spät diagnostiziert.
Eines der wenigen charakteristischen Symptome bei einer Borreliose ist das Erythema migrans (Wanderröte). Hierbei handelt es sich um einen ringförmigen Hautausschlag, welcher sich nach wenigen Tagen bis Wochen an der Einstichstelle bildet. Dieses Erythem kann sich jedoch auch an einer anderen Stelle bilden, an der die Zecke zu einem anderen Zeitpunkt bereits gestochen hat.
Die Wanderröte findet sich nicht bei allen Borrelioseerkrankten. Es werden oft nur unspezifische Symptome wie Fieber, Müdigkeit, Lymphknotenschwellung oder Fieber berichtet.
In den meisten Fällen von Borreliose (ca. 89%) bleibt es beim ersten Stadium, in dem das typische Erythema migrans auftritt.

Stadium II und III

Im so genannten Stadium II können die verschiedensten Krankheitszeichen von Hirnhautentzündung (Neuroborreliose) über starke Schmerzen bis hin zu Herzproblemen (Rhythmusstörungen) auftreten. Relativ häufig wird auch bei der Borreliose eine Gesichtslähmung (Nervus facialis, herabhängender Mundwinkel) beobachtet.
Im chronischen Spätstadium – Stadium III – treten häufig Gelenkentzündungen (Lyme-Arthritis) auf. Die Haut des Erkrankten kann an den Händen und Füssen sehr dünn werden und sich wie Pergamentpapier anfühlen.

Häufigkeit

In Deutschland schätzt man, dass etwa 60.000 Borreliose-Neuerkrankungen pro Jahr auftreten. Zurückgeführt werden die hohen Erkrankungszahlen u.a. auf das Freizeitverhalten der Menschen, das vermehrte Wissen über die Borreliose in der Bevölkerung sowie die verbesserten Diagnosemethoden.
Am größten ist die Zeckenaktivität in den Monaten März bis Oktober, insbesondere von Juni bis August.

Ansteckung

Die Borreliose wird vor allem durch Zeckenstiche übertragen. Sie ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar.
Je schneller die Zecke entfernt wird, umso niedriger ist das Risiko, an Borreliose zu erkranken.
Gegen Borrelien gibt es keine Abwehrmittel und auch keine Immunität. Man kann sich mehrfach infizieren und auch mehrere Borreliosen verschiedener Stadien gleichzeitig haben.
Es gibt derzeit keine Impfung gegen Borreliose.

Ausbreitung

Überall wo in der Welt Zecken vorkommen, gibt es auch die Borreliose.
In Deutschland sind ca. 5 – 30% aller Zecken mit dem Borreliose-Bakterium infiziert.
Da Borreliose überall in Deutschland auftreten kann, gibt es keine Verbreitungskarten, wie sie bei der FSME üblich sind.

Diagnostik

Diagnostisch können verschiedene Borrelien-Antikörper im Blut bestimmt werden. Der Nachweis von Borrelien-Antikörpern bedeutet nicht, dass der Betroffene an einer Borreliose erkrankt ist. Nicht jede Infektion mit Borrelia burgdorferi führt zu Beschwerden und ein positiver Antikörper-Nachweis ohne Beschwerden ist nicht behandlungsbedürftig.
Umgekehrt kann es sein, dass bei kurzer Krankheitsdauer noch keine Antikörper nachweisbar sind. Deswegen kann es sinnvoll sein, die Antikörperbestimmung zu wiederholen.

Therapie

Da die Borreliose eine bakterielle Erkrankung ist, lässt sie sich prinzipiell gut antibiotisch behandeln. Vor allem im Frühstadium auftretende Symptome können mit Antibiotika in Tablettenform bekämpft werden.
Später auftretende und chronische Symptome lassen sich nicht mehr so leicht behandeln. Hier können oft mehrwöchige intravenöse Antibiotikainfusionen indiziert sein.
Eine Einmalantibiotikagabe direkt nach einem Zeckenstich wird diskutiert, derzeit jedoch noch nicht empfohlen.