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Die HeufeldpraxisDer Betriebsarzt
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Die Frühsommer-Meningoenzephalitis wird durch das FSME-Virus ausgelöst. Übertragen wird das Virus durch Zecken, in seltenen Fällen durch den Genuß roher Milch von FSME-infiezierten Kühen oder Ziegen.

Das Virus greift das Nervensystem des Menschen an. Der Krankheitsverlauf ist jedoch sehr unterschiedlich. Es gibt harmlose Erkrankungen, die kaum bemerkt werden, bis zu sehr schweren Krankheitsverläufen mit Dauerschäden und bis zum Tod. Bis heute ist noch nicht geklärt, warum der Krankheitsverlauf so unterschiedlich ist. Sicher ist, dass das Alter der Infizierten eine wichtige Rolle spielt. Je älter die Person, desto schlimmer kann die FSME verlaufen.

FSME-Krankheitsverlauf

Typischerweise durchläuft der FSME-Patient zwei Stadien:

Stadium I:
Unspezifische Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, ähnlich einer Sommergrippe. Manche Erkrankten haben damit die FSME-Infektion schon überstanden.
Stadium II:
Das Virus befällt das zentrale Nervensystem. Hirnhautentzündung (Meningitis) und Hirnentzündung (Enzephalitis) sind die Folgen. Die Symptome sind hohes Fieber, starke Kopfschmerzen, ein steifer Nacken, Lähmungen, Bewusstseins-, Sprach- und Schluckstörungen.
Auch die entsprechenden Nervenwurzeln des Rückenmark können befallen werden.

Spätfolgen

Bis zu 20 Prozent der Patienten haben nach einer schweren klinischen Verlaufsform der FSME langanhaltende oder bleibende neuropsychologische Schäden.
Relativ häufig treten bei einer FSME psychische Veränderungen wie Antriebsschwäche oder Depressionen auf.
Kinder sind mit zwei Prozent sehr selten betroffen. Erwachsene sind mit 40 Prozent häufig von den Spätfolgen betroffen.
Auch Todesfälle durch FSME sind bekannt. Es sterben etwa ein bis zwei Prozent der Patienten, bei denen das Virus das zentrale Nervensystem befällt.

Übertragung des FSME-Virus

Die FSME-Viren sind im Speichel der Zecke. Nach dem Stich können sie sofort in die Wunde übergehen.

Je länger die Zecke saugt, um so größer ist das Übertragungsrisiko für das FSME-Virus.

Behandlung

Es gibt keine kausale Behandlung für die FSME-Erkrankung. Es können lediglich die Symptome der Erkrankung behandelt werden. Deshalb ist besonders wichtig, diese Erkrankung zu vermeiden.

Schutz vor FSME

Zur Zecken-Schutz-Bekleidung zählen lange Hosen, langarmige Shirts, Schuhe mit Socken und eine Kopfbedeckung. Wenn Sie freie Haut zeigen oder gar schwitzen, findet die Zecke sehr schnell den Weg zu Ihnen.
Bei Ihrem Aufenthalt in Wäldern und auf Wiesen sollten Sie bedenken, dass Zecken sich nicht von Bäumen fallen lassen. Sie halten sich auf Wiesen, auf Sträuchern oder in Gebüschen auf. Besonders neben Geh- und Wanderwegen sind viele Zecken zu finden. Diese kleinen Ungeziefer können bis zu einem Meter springen und gelangen so an ihren "Wirt". Meiden Sie daher wenn möglich die Nähe zu Sträuchern und Gebüschen.
Nach einem Aufenthalt im Wald sollten Sie sich und Ihre Begleitung auf Zecken untersuchen. Schauen Sie dabei alle Stellen Ihres Körpers genau an - vergessen Sie nicht den Kopf (unter den Haaren, hinter den Ohren), den Rücken und den Intimbereich. Wenn Sie eine Zecke entdeckt haben, können Sie diese durch eine schraubende Bewegung entfernen. Bitte vergewissern Sie sich, dass der Zecken-Kopf nicht stecken geblieben ist. Sollten Sie nach Entfernen einer Zecke Veränderung an Ihrer Haut feststellen (z. B. roter Fleck), wenden Sie sich sicherheitshalber sofort an unsere Praxis! Auch in Risikogebieten gilt: Vorsorge ist besser als Nachsorge. Der Arztbesuch kann Ihnen Spätfolgen von Zecken-Bissen ersparen.
Zur Vorsorge der FSME gibt es die Zeckenschutzimpfung. Sie ist für Naturliebhaber in FSME Risikogebieten empfohlen.